Eine alternative Anlageklasse: Wo Renditen auf Rechtszugang treffen
Legal Finance (Prozessfinanzierung, Litigation Funding, TPLF) als anlageklasse
Vereinbarung, bei der eine externe Partei einen Teil oder die gesamten Rechtskosten eines Geschädigten finanziert
und dafür einen Anteil an den Erlösen aus der Beilegung des Rechtsfalles erhält.
(Quelle: Swiss Re, Litigation Finance expected to play increasingly important role, Insights Publikation, Zürich, Schweiz)
Ablaufvariante einer Prozessfinanzierung (Litigation Funding) – Vereinfachte Darstellung ohne Versicherung
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Deal-Flow diverser Typen von Legal Finance mit Anwaltskanzleien:
- Ohne Volatilität und ohne Korrelation mit traditionellen Märkten
- Manager: Selektion, Software (LegalTech), Settlement
- Anwaltskanzleien: Anerkannt, bewährt und reguliert (SRA)
- Investor: Mehr erwartete Rendite, mit Social Impact (Videos)
- Geschädigte: Erwartete Voraussetzung alternative Versicherung (ATE)
Video: Was ist ATE-Insurance? (Priala Law Firm, Brisbane Coast, Australia)
Video: Was ist Litigation Funding? (Osborne Clarke Law Firm, London, UK)
Geschichte von Legal Finance (Litigation Funding) als alternative zur rechtshilfe - "David & Goliath"
Allows lawsuits to be decided on their merits, and not based on which party has deeper pockets or stronger appetite for protracted litigation
(Quote Eileen Bransten, pensionierte Richterin des New York Supreme Court, seit 1691)
1999 wollte man mit dem „Access to Justice“ Act in England und Wales Alternativen zur traditionellen Prozessfinanzierung (Prozesskostenhilfe):
- Chap. 22, Para. 3: „..replaces the legal aid system with 2 new schemes
and makes provision about private methods of funding litigation..“ - Chap. 22, Para. 32: „The Act reforms the law relating to conditional fees
and “after the event” legal expenses insurance..“
Ref: Access to Justice Act, A. Funding of Legal Services (Parts I&II, sections 1-34)
Nach diesem nachhaltig enormen Wandel in der Rechtslandschaft wurde die Industrie Litigation Funding geboren. Diese begann kontinuierlich zu einer etablierten Anlageklasse mit mehreren Milliarden vor allem in den Märkten Großbritannien, USA, Kanada und Australien zu wachsen.
Mit Legal Finance Investieren wie die Harvard University (seit 1636)
Aus den Medien bekannte Fälle mit Beteiligung von Legal Finance sind unter anderem der VW-Dieselskandal aus Deutschland, virtuelle Online-Casinos in Europa, Aktienskandal Wirecard der deutschen Börse, Credit Suisse AT1-Anleihen in der Schweiz, Dammbrüche von Minenkonzernen in Lateinamerika, Afrika, Asien oder wie diverse Ölverschmutzungen der Weltmeere. Sowohl im Litigation Finance wie auch im Litigation Funding gibt es viele verschiedene Kombinationen und je nach Fall auch mit Versicherungskomponenten für die individuellen Bedürfnisse der Geschädigten, Anwaltskanzleien und Investoren. Diese sind immer wie mehr Stiftungen, Pensionskassen, Versicherungen, Banken, Family Offices, Vermögensverwalter oder etwa die Harvard University mit der Harvard Law School. In vielen Rechtsgebieten finden mehrheitlich Vergleiche statt von bis zu über 95%. Ein riesiges Anlageuniversum aus potentiellen Vergleichen und Urteilen im Wert von weltweit Hunderten Milliarden pro Jahr ermöglichen daraus selektionierte überdurchschnittliche alternative Anlagen.